Rückblick 2011

Die 50. Stuttgarter Antiquariatsmesse setzt mit starken Besucherzahlen und sehr guten Verkäufen ein positives Signal für den Antiquariatsbuchhandel 2011 – und darüber hinaus

STUTTGART, 30. Januar 2011 – Gelungener Auftakt des bibliophilen Jahres: Mit Besucherrekorden, teils exzeptionellen Verkäufen und einer insgesamt optimistischen Stimmung bei Händlern und Käufern schließt die 50. Stuttgarter Antiquariatsmesse am heutigen Sonntag um 18 Uhr nach drei ereignisreichen Tagen ihre Tore. „Nach 50 Jahren hat die Stuttgarter Antiquariatsmesse nichts von ihrem Reiz verloren“, sagt Eberhard Köstler, Vorstandsvorsitzender des Verbandes Deutscher Antiquare e.V. und Organisator der Messe. „Im Gegenteil: Sie hat allen Krisen widerstanden und ist heute mehr denn je der zentrale Marktplatz, auf dem Händler und Bibliophile weltweit das Schöne und Besondere suchen. Die Erfolgsgeschichte der Stuttgarter Antiquariatsmesse wird fortgesetzt. Auch im 21. Jahrhundert.“

Für viele Aussteller war die 50. zugleich die beste Messe. So konnte Ralf Eigl bereits kurz nach Eröffnung am Freitag das Spitzenstück seines Angebotes verkaufen: Roberts’ handkoloriertes Prachtwerk „Holy Land“ mit den gesuchten Ansichten aus Syrien, Idumea, Arabien und Ägypten (92.000 €). An über zwanzig Ständen entschied das Los, wer die begehrten Objekte aus dem Messekatalog mit nach Hause nehmen durfte. Zehn Interessenten gab es bei der Galerie Valentien für Dubuffets „La Métromanie“ (3.800 €), acht Kunden losten bei Voerster um Berlioz’ musikalisches Albumblatt (2.800 €). Vielfach begehrt war das Angebot Wolfgang Braeckleins, der über die Hälfte der Objekte aus dem Messekatalog, oft durch Losentscheid, gleich nach Messeeröffnung in Sammlerhände gab. Bei Herbert Blank waren zwölf Bibliophile unter anderem aus Frankreich angereist, um auf das Losglück um René Chars „Le Marteau sans maître“ mit Widmung an Sigmund Freud (2.000 €) zu hoffen. Blank, der nur wenig später auch Goethes „Götz von Berlichingen“ (19.000 €) und „Faust“ (18.000 €) in den seltenen Erstausgaben abgeben konnte, sprach von „Rekordumsätzen“.  Ähnlich turbulent ging es bei den Kinderbuchspezialistinnen Sabine Keune und Christine Grahamer (Antiquariat Robert Wölfle) zu, deren Angebot von Originalvorlagen berühmter Kinderbücher vom Biedermeier bis zur Biene Maja, in einem Gemeinschaftskatalog zusammengefasst und auf der Messe präsentiert, reißenden Absatz fand. Einen sechzigprozentigen Umsatzzuwachs registrierte das Antiquariat Weinek, dessen frühe Kräuterbücher von Bock, Fuchs und Tabernaemontanus auf großes Interesse stießen.

Heribert Tenschert zählt seit 29 Jahren zu den Ausstellern in Stuttgart. Für den renommierten Spezialisten, dessen „Bible Historiale“, um 1470 mit kunstvollen Illuminationen entstanden, für erhebliches Aufsehen sorgte, ist die Stuttgarter Messe der ideale Ort, um Kaufentscheidungen anzubahnen. Als positives Signal für das Handelsjahr 2011 werteten Wolfgang Mecklenburg (J. A. Stargardt) und Clemens Reiss (Reiss & Sohn) den Messeverlauf. Beide Antiquare verzeichneten steigende Besucherzahlen, ein wachsende Interesse öffentlicher Institutionen und des internationalen Handels und vor allem: gute Verkäufe, darunter Karl Marx’ eigenhändiger Brief (18.000 €), Carl Maria von Weberns Musikmanuskript (20.000 €) sowie eine Folge von fein gouachierten Berufsdarstellungen (9.500 €) und Goyas beeindruckende „Los desastres della guerra“ (12.000 €). Middendorfs handschriftliches Dokument einer Reise auf dem Auswandererschiff nach Australien fand bei Eberhard Köstler schnell einen Käufer (9.800 €). Cervantes’ „Don Quixote“ in einer raren Ausgabe von 1637, von Norbert Donhofer angeboten (26.000 €), wechselte ebenso in den internationalen Handel wie das spanische Manuskript der Regularien einer Bruderschaft aus Toledo (Stenderhoff 8.600 €). Das Antiquariaat Junk, seit einigen Jahren erstmals wieder in Stuttgart vertreten, gab Blochs „Naturgeschichte der ausländischen Fische“ an einen Privatsammler (29.500 €). Auch hier ein optimistisches Fazit: Die Stuttgarter Antiquariatsmesse avanciere mehr und mehr zu einem wichtigen internationalen Handelsplatz, man werde auf jeden Fall wiederkommen. Max Neidhardt, dessen Vater 1962 zu den Begründern der Messe zählte, begeisterte mit einem „Reisealtar in Buchform“ aus dem Jahr 1680, der in private Hände ging (19.000 €), während die „Zauberbücher der Batak“ beim Brockhaus/Antiquarium ein Museum begeisterten (3.000 €) und die „Bücher und Schrifften“ des Plinius beim Tresor am Römer einen von vielen Verkäufen darstellten (9.800 €).

Kultureller Höhepunkt der Stuttgarter Antiquariatsmesse war im 50. Jubiläumsjahr die Herausgabe eines der wohl wichtigsten Werke, das zur Geschichte der Bibliophile und des Antiquariatsbuchhandels in den letzten Jahrzehnten publiziert wurde: 150 Gäste waren zugegen, als Prof. Dr. hc. mult. Klaus G. Saur die herausragende Leistung Ernst Fischers würdigte, dessen biographisches Handbuch „Verleger, Buchhändler und Antiquare aus Deutschland und Österreich in der Emigration nach 1933“ eine lange bestehende Lücke der Forschung schließt. Die Buchpremiere wurde mit einer Kabinettausstellung „Zeugnisse der Emigration“ mit Leihgaben aus der Staatsbibliothek zu Berlin gewürdigt.

Pressespiegel 2011

Eine überaus positive Resonanz in der Presse fand die Stuttgarter Antiquariatsmesse zu ihrem 50. Jubiläum im Januar 2011. Eine Auswahl der rund um die Messe publizierten Presseartikel:

• Was Einstein an Mileva schrieb. In Stuttgart feiert die Antiquariatsmesse ihre fünfzigste Ausgabe - Stefan Koldehoff in der ZEIT

• Stuttgarter Erfolgsgeschichte fortgesetzt - Börsenblatt Online 30. Januar 2011

• Karl Marx unter Südseeinsulanern. Bücher, Handschriften, Grafiken: bis zum Sonntag sind im Kunstgebäude kostbare Werke zu sehen, die das Herz bibliophiler Menschen höher schlagen lassen - Irene Ferchl in der STUTTGARTER ZEITUNG

• Schmucke Schmöker. Die Stuttgarter Antiquariatsmesse ist nicht nur die zweitälteste in Europa, sondern nach London und Paris auch die drittgrößte. Sie hat sich behutsam gewandelt und ist sich trotzdem stets treu geblieben: ein Rückblick anlässlich der 50. Auflage - Irene Ferchl in der STUTTGARTER ZEITUNG

• In aufrechtem Gang auf Büchersuche - Sophie von Maltzahn in der FAZ

• Albert hat sehr schlechte Laune. Die Stuttgarter Antiquariatsmesse und die Antiquaria in Ludwigsburg locken mit leuchtenden Pflanzenzeichnungen eines Apothekers und einer raren Bibelhandschrift. Die „Bible Historiale“ knackt sogar die Millionengrenze - Sophie von Maltzahn in der FAZ

• Die Frau, bei der Kafka ein anderer war ... Von dieser Sensation wussten nur Eingeweihte: Franz Kafkas Briefe an seine jüngste Schwester Ottilie sollen im April bei J.A. Stargardt versteigert werden. Der Katalog liegt zur Stuttgarter Antiquariatsmesse vor - Hubert Spiegel in der FAZ

• Rare Schriftstücke. Die Stuttgarter Antiquariatsmesse und die Antiquaria Ludwigsburg sind Fundgruben für Buch-Liebhaber - Reinhard Müller-Mehlis in der WELTKUNST

• Doppelte Strahlkraft. Mit Prominenz, Millionenwerken und gewachsener Auslandsbeteiligung feiern die Antiquariatsmessen in Stuttgart und Ludwigsburg gemeinsam ihre Jubiläen. Die Stuttgarter Antiquariatsmesse ist die zweitälteste Europas. Bei den Händlern ist allerhand Rares und Kurioses zu haben - Stefan Kobel im HANDELSBLATT

• Große Literatur ohne Pomp. Stuttgarter Bücherschau am Wochenende. Bibliophile so weit das Auge reicht: Auf der 50. Antiquariatsmesse in Stuttgart werden bis zu 3000 Besucher erwartet. Internationale Aussteller bieten Erstausgaben, Briefwechsel und seltene Kunstbücher an - Nina Reckmann im SCHWÄBISCHEN TAGBLATT

• Das Doppeljubiläum: Die 50. Stuttgarter Antiquariatsmesse und die 25. Antiquaria Ludwigsburg. Interviews mit Eberhard Köstler, Freerk Valentin und Petra Bewer - Irene Ferchl im LITERATURBLATT

• Bibliophile Jahrestage. Antiquariatsmesse Nr. 50 und 25. Antiquaria - Thomas Kamm in KUNST UND AUKTIONEN

• 50th Stuttgart Antiquarian Book Fair 2011. January 28-30, 2011, Württembergischer Kunstverein (Stuttgart) - ILAB.org and COLLECTORS WEEKLY

• Nur Qualität zahlt sich noch aus. 50 Jahre Antiquariatsmesse. Wie als Bollwerk gegen die neuen Trends präsentiert sich die Stuttgarter Antiquariatsmesse, die in diesem Jahr zum 50. Mal Treffpunkt für Händler und Sammler aus aller Welt ist - DPA, WESTFÄLISCHE NACHRICHTEN, NASSAUISCHE NEUE PRESSE, RUHR NACHRICHTTEN ...

• Antiquariatsmesse zeigt millionenteure Bibel - ESSLINGER ZEITUNG / SÜDWEST PRESSE

• Die besten Käufer sind die Kenner. Herbert Blank ist Antiquar aus Leidenschaft. Seine Liebe zu Büchern und sein Interesse an Biografien treibt ihn dazu an, seltene Bücher zu sammeln - Nina Reckmann im SCHWÄBISCHEN TAGBLATT

• "Bücher haben ihre eigenen Schicksale". Hans-Günter Bilger präsentiert auf der Stuttgarter Antiquariatsmesse besondere Schriften - Marius Venturini in der LEONBERGER KREISZEITUNG

• Millionenteure Bibel und ein Brief Einsteins. Eine millionenteure Bibel, 75 private Briefe von Albert Einstein und Originallitografien von Marc Chagall zählen zu den spektakulärsten Angeboten der Stuttgarter Antiquariatsmesse - SCHWÄBISCHES TAGBLATT

• Die Messe für Antiquariate - Christian Volbracht in BERLINER LITERATURKRITIK

• Ein Mekka für Bibliophile - Ort der Begegnung und des fruchtbaren Gedankenaustauschs für Handgeschriebenes und Gedrucktes. 50. Stuttgarter Antiquariatsmesse - Trotz vieler Veränderungen blieb das Grundkonzept über die Jahrzehnte erhalten - Ein Marktplatz des internationalen Handels - Britta Steiner-Rinneberg im RHEIN MAIN TAUNUS ONLINE MAGAZIN

• Prachtstücke der Buchkunst. Feiern Ende Januar: Stuttgarter Antiquariatsmesse wird 50, Antiquaria Ludwigsburg 25. - BADISCHE ZEITUNG

• Individualisten auf Erfolgskurs. Die 50. Stuttgarter Antiquariatsmesse präsentiert ein erlesenes Jubiläumsangebot - KULTURFINDER BADEN-WÜRTTEMBERG

• ... nächste Woche geht es für viele von uns nach Stuttgart ... Blog der Pirckheimer-Gesellschaft

•  Jahr für Jahr ein Mekka der Bibliophilie - GOLDBACH BLOG

• Millionenobjekte, Inkunabeln, Künstlerbücher, Erstausgaben, Graphiken von Rembrandt bis zur Avantgarde. Mittelalter und Moderne, Wissenschaft und Ästhetik, Schönheit für das Auge und für den Intellekt: Darin liegt der Reiz der Stuttgarter Antiquariatsmesse - ALTERTUEMLICHES.de

• Antiquare auf Erfolgskurs - Der SOLO-ANTIQUAR

Individualisten auf Erfolgskurs - Die Stuttgarter Antiquariatsmesse feiert ihr 50. Jubiläum

„Antiquare und Graphikhändler gelten im Allgemeinen als Individualisten und sind nicht leicht zu bewegen, sich an Gemeinschaftsunternehmungen zu beteiligen“, schrieb Günther Mecklenburg 1962 im Vorwort zum Katalog der 1. Stuttgarter Antiquariatsmesse. Die fein formulierte und viel zitierte Sentenz markiert den Beginn einer beispiellosen Erfolgsgeschichte.

1962 war die Stuttgarter Antiquariatsmesse die Initialzündung für den antiquarischen Buchmarkt. Sie löste einen Boom aus, der den Antiquariatsbuchhandel belebte und veränderte wie danach wohl nur noch das Internet. Fünf Jahrzehnte später gilt die Stuttgarter Antiquariatsmesse als einer der renommiertesten internationalen Treffpunkte der Branche. Als älteste Antiquariatsmesse Deutschlands und neben der International Antiquarian Book Fair in London zweitälteste Messe in Europa hat sie allen Trendwenden und Wirtschaftskrisen erfolgreich widerstanden. Antiquare und Bibliophile aus aller Welt haben in Stuttgart ihren gemeinsamen – realen – Marktplatz gefunden, auf dem das Schöne, das Besondere gehandelt wird.

Vom 28. bis 30. Januar 2011 feiert die 50. Stuttgarter Antiquariatsmesse unter großer internationaler Beteiligung, mit zahlreichen bibliophilen Highlights, einem neuen modernen Design, einem durchgehend farbig illustrierten Katalog und einem attraktiven Rahmenprogramm im Württembergischen Kunstverein am Schloßplatz 2 ihr 50. Jubiläum, unter der Schirmherrschaft des Oberbürgermeisters der Stadt Stuttgart Dr. Wolfgang Schuster. 80 Aussteller aus Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, den USA, Österreich, Frankreich, der Schweiz, Ungarn und den Niederlanden präsentieren ein hochklassiges Angebot bibliophiler Kostbarkeiten aus fünf Jahrhunderten Buchdruck und Buchkunst, darunter eine monumentale „Bible Historiale“ um 1470 mit prachtvollen Illuminationen (Bibermühle/Tenschert 1.450.000 €), Einsteins sehr private Korrespondenz mit seiner Frau Mileva (Kotte 250.000 €) und das wohl schönste aller Malerbücher: Longus’ „Daphnis et Cloe“ mit den Originallithographien Marc Chagalls (Schmidt & Günther 240.000 €). Wertvolle Inkunabeln und Frühdrucke, reich illustrierte naturwissenschaftliche Tafelwerke, Tage- und Skizzenbücher, Briefwechsel, handschriftliche Manuskripte, aber auch Drohbriefe früherer Kannibalenvölker, ein Tableau von Südseemenschenköpfen (in Pappmaché) und vor allem die hervorragenden Werke moderner Graphik und Literatur, die in der Buchkunst eine faszinierend ästhetische Verbindung eingehen, zeigen einmal mehr:

Heute wie vor 50 Jahren ist die Stuttgarter Antiquariatsmesse der führende Marktplatz der Branche – und ein Mekka der Bibliophilie, das den Sammlern und Händlern aus aller Welt einzigartige Glanzstücke der Buch-, Kunst- und Geistesgeschichte präsentiert.

• Pressemitteilungen 2011: PDF Download

Variatio delectat - Erlesene Vielfalt der Bibliophilie auf der 50. Stuttgarter Antiquariatsmesse

Millionenobjekte, Inkunabeln, Künstlerbücher, Erstausgaben, Graphiken von Rembrandt bis zur Avantgarde. Mittelalter und Moderne, Wissenschaft und Ästhetik, Schönheit für das Auge und für den Intellekt: Darin liegt der Reiz der Stuttgarter Antiquariatsmesse.

Grandioses Glanzstück der mittelalterlichen Buchkunst

und unumstrittener Höhepunkt der 50. Antiquariatsmesse ist eine „Bible Historiale“ mit 51 prachtvollen Miniaturen sowie über 60 Initialen in Blattgold. Die „Historia scholastica“ des Petrus Comestor, in französischer Übersetzung von Guiart des Moulins, entstand in Nordfrankreich oder Flandern um 1470. Sie wird am Stand von Heribert Tenschert alle Blicke auf sich ziehen (1.450.000 €).

„Dies die gerechte Strafe für meine Schwäche, die mich mein Leben an das Deine ketten liess“

„Person of the Century“ ist laut Time Magazine der Begründer der Relativitätstheorie Albert Einstein. Der von Kotte angebotene Briefwechsel Einsteins mit seiner später geschiedenen Frau Mileva Einstein-Maric zeigt das Genie als Privatmann von einer verletzlichen und zynischen Seite: „Dies die gerechte Strafe für meine Schwäche, die mich mein Leben an das Deine ketten liess“, klagt er in der 75 Briefe und Bildpostkarten aus den Jahren 1909 bis 1951 umfassenden Korrespondenz (250.000 €).

Briefe, handschriftliche Reiseberichte, Tage- und Skizzenbücher sind einzigartige Kulturzeugnisse und bilden einen besonderen Schwerpunkt auf der 50. Stuttgarter Antiquariatsmesse. Einen Brief des Revolutionärs Karl Marx, datiert (London) 25.VI.1878, offeriert J.A. Stargardt (18.000 €). Franz Kafkas briefliche Mitteilung an den Freund und späteren Nachlassverwalter Max Brod (Planá, Ende Juni 1922) ist beim Antiquariat Voerster zu bewundern (48.000 €). Das eigenhändige Manuskript Adalbert Stifters „Zur Psichologie der Thiere“ ermöglicht am Stand von Kotte Einblick in den künstlerischen Schaffensprozess (55.000 €).

Aus dem 16. Jahrhundert stammt das spanische Manuskript der Regeln und Regularien einer Bruderschaft aus Toledo (Stenderhoff 8.600 €), aus dem 17. eine mit 145 Federzeichnungen illustrierte „anthropologisch-chirognomische“ Studie über die Frage, ob der menschliche Charakter aus der Hand zu lesen sei (Inlibris 9.500 €), und aus dem 18. die bisher ungedruckten „Memoires du General Comte de Harrsch“ über seine militärische Laufbahn und eine Reise durch den Orient (Carlsen 26.000 €). Das Antiquariaat Junk (Amsterdam) zeigt Ernst von Bibras Skizzenbuch seiner berühmten „Südamerikanischen Reise“ 1849 bis 1850. Das mit detailgenauen handkolorierten Zeichnungen, wissenschaftlichen Fakten und persönlichen Erlebnissen durchsetzte Manuskript war, so das Vorwort, für den persönlichen Gebrauch gedacht: „Wen(n) Euch nicht gefällt was ich hier gezeichnet, so ist mir das gleich. Ist auch solches nicht desshalb geschehen, sondern nur damit ich selbst eine Erin(n)erung habe, an das, so ich in fremden Lande gesehen“ (29.500 €). Kulturgeschichtliche Quelle ersten Ranges wie „document humain“ sind die Briefe, die der Arzt und Forscher Ernst von Middendorf über seine Reise von Hamburg nach Australien schrieb. Sie sind bei Eberhard Köstler mitsamt der seltenen Erstausgabe von Middendorfs berühmtem Peru-Werk zu erwerben (9.800 €).

Unzweifelhaft eines der schönsten Malerbücher

ist Longus’ „Daphnis et Cloe“, ediert 1961 mit den Originallithographien Marc Chagalls. Der griechische Dichter Longus erzählt die Geschichte von zwei ausgesetzten Kindern, die von den Hirten Lamon und Dryas aufgenommen wurden und erst nach vielen Jahren als Kinder wohlhabender Eltern erkannt werden. Sie kehren nicht nach Mytilene zurück, bleiben bei den Hirten, und feiern dort Hochzeit. Chagalls farbige Lithographien machen dieses Buch nicht nur zu einem ganz besonderen bibliophilen Schmuckstück, sondern zu einem Hauptwerk zeitgenössischer Buchillustrationskunst (Schmidt & Günther 240.000 €).

C. G. Boerner – neben Neidhardt, Stargardt, Laube und Schumann seit der ersten Messe 1962 als Aussteller in Stuttgart vertreten – glänzt 2011 mit Adriaen von Ostades Radierung „Der Brillenverkäufer“ (12.000 €). Goyas frühe Zyklen „Los Caprichos“ und „Los desastres de la guerra“ gelten als die wohl vollendetste Leistung des Künstlers auf dem Gebiet der Aquatinta-Radierung. Sie sind einer von vielen Höhepunkten am Stand von Reiss & Sohn (18.500 € und 12.000 €). Ein beeindruckendes Beispiel prärafaelitischer Buchkunst zeigt die Londoner Galeristin Sophie Schneideman mit James Russell Lowells kalligraphischer Meisterleistung „The Vision of Sir Launfal“ in einem opulent verzierten Einband von Sangorski & Sutcliffe (18.750 €). „Die Geschichte von Venus und Tannhäuser“, die Tusculum aus London nach Stuttgart bringt, besticht durch den kunstvollen Buchschmuck Aubrey Beardsleys sowie durch den von Dorfner signierten eleganten roten Ledereinband (2.900 €).

Gefährliche Liebschaften

„Les liaisons dangereuses“ präsentiert Hellmut Schumann in der ersten illustrierten Ausgabe von Choderlos de Laclos’ frivolem Briefroman, einem der bedeutendsten und berühmtesten Werke französischer Literaturgeschichte (17.000 €). Am Stand von Herbert Blank regiert dagegen die „eiserne Hand“ mit Goethes noch anonym herausgegebenem äußert seltenen „Götz von Berlichingen“ in der Erstausgabe (19.000 €). Die Märchen der Gebrüder Grimm, von David Hockney illustriert, rücken die traditionelle Literatur in eine moderne Perspektive. Die mit 39 Radierungen versehene und auf 100 Exemplare limitierte Ausgabe zeigt Peter Kiefer (11.000 €).

In der Moderne brillieren Günter Linke, KaraJahn und die Galerie Valentien mit reizvollen Seltenheiten wie der „Bauhauspostkarte Nr. 15“ von Ludwig Hirschfeld-Mack (Linke 4.800 €), der vollständigen Sammlung der legendären Zeitschrift „Die neue Linie“ (KaraJahn 32.000 €) und Jean Dubuffets „La Métromanie“, erschienen 1949 in Paris (Galerie Valentien 3.800 €). Die Avantgarde in Holland und Ungarn repräsentieren ein komplettes Exemplar der Internationalen Revue „I-10“ (Abeceda 14.500 €) und Lajos (Ludwig) Kassaks „MA-Buch“ (Linke 4.800 €). Mit bibliophilen Ausgaben des Futurismus und der ungarischen Avantgarde debütiert auch der Budapester Antiquar Zoltán Földvári 2011 in Stuttgart, während Die Schmiede zur 50. Stuttgarter Antiquariatsmesse Feigls Zeichnung „Franz Kafka liest den ‚Kübelreiter‘“ zeigt (5.500 €).

Einen farbigen Kontrapunkt setzen wie immer die Kinderbuchillustrationen, wovon Sabine Keune, Winfried Geisenheyner und Robert Wölfle gesuchte Originalvorlagen präsentieren: Eugen Osswalds Gouachen „Gans und Katze, Ziege und Schwein, zwei Dachse“ (Wölfle 2.400 €) und Löhrs „Tändeleyen und Scherze für unsere Kinder“ in einem wundervoll kolorierten Originaleinband (Geisenheyner 2.400 €). Wer angesichts solch erlesener Vielfalt denkt „Nichts wie weg!“, kann kein Bibliophiler sein, es sei denn, er hat Löfflers Tuschezeichnungen am Stand von Sabine Keune entdeckt, die der Künstler der Wiener Sezession als Originalvorlagen zu den Versen der „Schwäbischen Tafelrunde“ fertigte (2.200 €). Löfflers Gestalten fliehen aus dem Bild. Wohin? In die Südsee?

Menschenköpfe aus der Südsee, Drohbriefe von Menschenfressern

Wer im mitteleuropäischen Schneechaos an Flucht in sonnige Gefilde denkt, wird bei den traditionsgemäß hochkarätig bestückten Spezialisten für Reiseliteratur und Naturwissenschaften fündig, oder er unternimmt eine graphische Reise nach Rom mit einer beeindruckenden Folge von Veduten, die das Antiquariat Schreyer anbietet. Als „Wetterwarnung“ zeigt Franz Siegle dazu eine interessante Reihe früher meteorologischer Beobachtungen, in denen es um Schäden durch „schreckliche Wasser-Ergießungen“ und „entsetzliche Eiß-Fahrten“ geht.

Wurden die Batak von den „tuan“, ihren weißen Kolonialherren, nicht angemessen entlohnt, ritzten sie Drohbriefe in Bambusröhren, deren besondere Brisanz wohl darin lag, dass die Batak Kannibalen waren. Deren „Pustaha“, reich illustrierte handgeschriebene „Zauberbücher“, dienten den Priestern als Nachschlagewerk und Notizbuch. Brockhaus / Antiquarium präsentiert damit eines der ausgefallensten Objekte auf der Antiquariatsmesse 2011 (3.000 €).

Von den Menschenfressern zu den Menschenköpfen: Bei Michael Banzhaf wird ein Artefakt zur Völkerkunde des Pazifikraumes besonderes Aufsehen erregen. Das „Ethnographische Tableau von Menschenköpfen von Bewohnern verschiedener Südseeinseln“ wurde aus bemalter Papiermasse geformt, unter Aufsicht Karl Ernst Ritter von Baers, der durch sein um 1860 in St. Petersburg veröffentlichtes (beiliegendes) Werk „Types principaux des différentes races humaines“ den frühen Versuch einer weltumspannenden Darstellung der Menschenrassen lieferte. Das „Tableau“ galt bislang als verschollen (35.000 €).

Mit Abel Aubert Du Petit-Thouars „Voyage autour du monde sur la frégate la Vénus“ zieht bei Ralf Eigl eines der seltensten Pazifik-Werke die Blicke auf sich (89.000 €). Die gesuchte handkolorierte Subskribentenausgabe von David Roberts „The Holy Land, Syria, Idumea, Arabia“, ebenfalls am Stand von Eigl, überzeugt durch die wundervollen lithographischen Tafeln, die in der Forschung ob ihrer „unübertroffenen Brillanz“ gerühmt werden (92.000 €). Über Turkestan berichtet Sir Marc Aurel Stein in seinem 1907 in nur 300 Exemplaren veröffentlichen „Detailed Report of Archaelogical Exploration in Chinese Turkestan“ (Schwarzfischer 25.000 €).

Bibliophile Superlative bieten seit 50 Jahren die naturkundlichen Tafelwerke auf der Stuttgarter Antiquariatsmesse, wie etwa Shelleys „Monograph of the Nectariniidae, or family of Sun-Birds“, dessen farbenprächtige Tafeln von dem im 19. Jahrhundert überragenden Vogelmaler W. Hart koloriert wurden (Neidhardt 18.000 €), Schneevogts „Icones Plantarum Rariorum“, das zu Recht zu den schönsten Blumenbüchern zählt (Neidhardt 18.000 €), oder Goulds klassisches Werk „Birds of Europe” aus den Jahren 1832 bis 1837: mit 448 kolorierten Lithographien ein Höhepunkt ornithologischer Illustrationskunst (Kiefer 95.000 €).

Vexierbücher und Venezianische Buchkunst

Vexierbücher sind faszinierende Objekte. Ein besonders schönes und sehr seltenes Exemplar ist bei Reiss & Sohn im Angebot: Der „Sechsfacheinband“ entstand in Deutschland um 1580. Dabei wurden die einzelnen Bände nicht nebeneinander, Rücken an Rücken, zusammengebunden, sondern verschachtelt, so dass von jeder der vier Seiten das Buchobjekt geöffnet werden kann (28.000 €). Venezianische Buch- und Einbandkunst wird gleich bei mehreren Spezialisten für wertvolle Frühdrucke zu sehen sein. In einen goldverzierten Pergamentband gebunden ist die erste Aldus-Ausgabe der „Strozii poetae pater et filius“. Das von Büchel-Baur empfohlene Exemplar war früher im Besitz des Ferrareser Humanisten Daniele Fini (14.000 €).

Als schönstes Produkt venezianischer Drucker gilt das mit zahlreichen Illustrationen Giambattista Piazettes versehene Werk Torquato Tassos „La Gerusalemme Liberata“. Es ist in den Vitrinen der Libreria Editrice Goriziana zu bewundern (24.000 €). Ein prachtvolles Exemplar von Caesars „De bello Gallico“ offeriert Tusculum: Die zweite Aldinen-Ausgabe 1518 stammt aus der Bibliothek des Aldus-Bibliographen Renouard (16.000 €). Pontanos „De rebus coelestibus“, gedruckt in Basel 1530, liegt in einem außerordentlich seltenen Ottheinrich-Band vor (Tusculum 28.000 €). Der kunstliebende Mäzen Pfalzgraf Ottheinrich von Pfalz-Neuburg gilt als größter deutscher fürstlicher Büchersammler der Renaissance.

Einen Klassiker medizinisch-pharmazeutischer Frühdrucke präsentiert Sophie Schneideman mit Walter Ryffs „Confect Buch“, gedruckt in Frankfurt 1554 (11.000 €). Weinek präsentiert gleich eine ganze Reihe rarer Kräuterbücher, darunter Leonhard Fuchs’ „De Historia Stir-Pivm Commentarii Insignes“ aus dem Jahr 1642 (84.000 €). Und fühlen wir uns nicht manchmal alle wie Don Quijote im Kampf mit den Windmühlen?, fragt Norbert Donhofer, der mit Miguel de Cervantes Saavedras „Primera y segunda parte del ingenioso hidalgo don Quixote de la Mancha“ zugleich einen der menschlichsten Helden aus einem der berühmtesten Romane der Literaturgeschichte, dazu in einem sehr seltenen frühen Exemplar vorstellt (26.000 €). So viele Superlative – in einem Buch wie in den Regalen und Vitrinen der 80 Aussteller – zeigt die Stuttgarter Antiquariatsmesse 2011 zum 50. Mal. Bibliophile und Händler aus aller Welt werden die erlesene Vielfalt zu schätzen wissen.

• Pressemitteilungen 2011: PDF Download

50 Jahre Stuttgarter Antiquariatsmesse - 25 Jahre Antiquaria/Ludwigsburg

Mit der Stuttgarter Antiquariatsmesse und der Antiquaria/Ludwigsburg wird die Region alljährlich zu einem Mekka der Büchersammler. Nirgendwo sonst sind in Deutschland zur selben Zeit so viele seltene und wertvolle Bücher, Handschriften und Graphiken zu sehen und zu erwerben, wie in der letzten Januarwoche 2011 im Württembergischen Kunstverein und in der Musikhalle Ludwigsburg. Hier treffen Antiquare und Kunstsammler auf ein Publikum, das sich durch eine einzigartige bibliophile Neugier und intellektuelle Zugeneigtheit auszeichnet. Die starke kulturelle und merkantile Tradition Stuttgarts und Ludwigsburgs, aus deren kreativen Zentren seit jeher neue Konzepte, Ideen und Strömungen in Literatur, Kunst und Musik hervorgehen, haben die Entwicklung dieser beiden ältesten Antiquariatsmessen Deutschlands (mit Stuttgart zugleich der zweitältesten Messe Europas) begünstigt. Die Stuttgarter Messe und die Antiquaria/Ludwigsburg sind Teil dieser Tradition geworden, deren wirtschaftliche und kulturelle Kraft bis ins 21. Jahrhundert ausstrahlt. In den Sechziger- und Achtzigerjahren aus unterschiedlichen Konzepten mit einem gemeinsamen Ziel entstanden, sind die Stuttgarter Antiquariatsmesse und die Antiquaria/Ludwigsburg „Stützen des Buches“ in einer zunehmend virtuell geprägten Zeit, indem sie die gesamte Vielfalt der Bücher-Lust und des Antiquariatsbuchhandels vereinigen – nur wenige S-Bahn-Minuten voneinander entfernt.

Zum 50. und zum 25. Jubiläum laden die Veranstalter am 24. Januar 2011 um 20 Uhr daher zu einem Bücher-Abend der besonderen Art ins Literaturhaus Stuttgart (Breitscheidstraße 4).

• Pressemitteilungen 2011: PDF Download

Auftakt zur Messewoche

Wie viele Bücher braucht der Mensch? Denis Scheck und Rainer Moritz klären diese und andere Fragen

Loriot verdanken wir die empirisch verbürgte Einsicht, dass plötzliche Regenfälle zum Betreten einer Buchhandlung führen können. Denis Scheck, Redakteur beim Deutschlandfunk und Moderator der ARD-Sendung „druckfrisch“, und Rainer Moritz, Leiter des Hamburger Literaturhauses und Autor zahlreicher Bücher, gehören zu jener Spezies von Menschen, die selbst bei größter Hitze forschen Schrittes jede erreichbare Buchhandlung ansteuern.

Das Leben dieser Sonderlinge gilt ganz und gar (oder: fast ganz und gar) den Büchern, und deshalb reden sie an diesem Abend über frühe Leseerinnerungen, die Schönheit von Bibliotheken und Buchhandlungen, über Lieblingsautoren, Lebensbücher („Zettel’s Traum“, „Die kleine Hexe“) und die Möglichkeit, aus Romanen etwas fürs Leben zu lernen. Es steht zu erwarten, dass sie im Laufe des Abends zudem über die Zukunft des e-books, den Bahnhof als Motiv in der Weltliteratur und die Chancen des VfB Stuttgarts sprechen. Am Ende werden beide die titelgebende Frage der Veranstaltung exakt beantworten.

• Pressemitteilungen 2011: PDF Download

Kabinettausstellung und Vernissage

Ernst Fischer: Verleger, Buchhändler und Antiquare aus Deutschland und Österreich in der Emigration nach 1933. Ein biographisches Handbuch

Was wäre »die Literatur« ohne die findigen Verleger, die bewanderten, zur Unterscheidung befähigten Buchhändler und die kenntnisreichen, über den Tag hinausdenkenden Antiquare?

... Erich Aber – Arthur M. Adler – Bernard Amtmann – Herbert Ashbrook – Susanne Bach – Franz Bader – Edwin Markus Baer – Leopold Alfred Baer – Rudolf Baer – Nathan Bamberger – Hermann Baron – Morton H. Bernath – Frederick A. Bernett (Bernstein) – Ilse Bernett (geb. Blum) – Julius Berstl – Otto Bielitz – Luise Therese Bing (geb. Dormitzer) – Ilse Blumenfeld – Walter Blumenfeld – Alfred Bodenheimer – Eric H. Boehm – Louis Bondy – Friedrich Brabec – Samuel Braner – Bernd H. Breslauer – Martin Breslauer – Alfred Buschke – Albert Cohn – George Efron – Heinrich Eisemann – H. A. Feisenberger – Hans Fellner – Theodore Front – Lucien Goldschmidt – Paul Gottschalk – Paul Graupe – Emil Hirsch – Abraham Horodisch – Hans Peter Kraus – Louis Lamm – Emil Offenbacher – Otto Ranschburg – Mary S. Rosenberg – Erwin Rosenthal – Albi Rosenthal – Bernard M. Rosenthal – Marianne Salloch – William Salloch – Walter Schatzki – Walter Zadek …

Mehrere hundert Antiquare, Buchhändler und Verleger – darunter die bedeutendsten Vertreter ihrer Branche - wurden nach 1933 Opfer politischer und rassistischer Verfolgung; sie mussten ihre Firmen schließen oder zur „Arisierung“ freigeben, bevor sie in verschiedenste Erdteile flüchteten. Vielen von ihnen gelang es, in ihrem Gastland eine neue Existenz aufzubauen, manche waren sogar außerordentlich erfolgreich, wieder andere verloren jeden Grund unter den Füßen. Ernst Fischer, Professor für Buchwissenschaft an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, geht den Lebensspuren dieser Menschen nach und eröffnet den Blick auf einen Bereich der Hitleremigration, der bislang nur bruchstückhaft wahrgenommen wurde. Ausgrenzung und Verfolgung, Flucht und Asyl, Erfolg und Scheitern beim Versuch der Neuetablierung, nicht zuletzt auch die bemerkenswerte internationale Wirkungsgeschichte dieser Emigration nach 1945 werden in Ernst Fischers biographischem Handbuch erstmals geschlossen greifbar.

Buchpremiere

Der Verband Deutscher Antiquare als Herausgeber freut sich, diese bedeutende Dokumentation anlässlich der 50. Stuttgarter Antiquariatsmesse der Öffentlichkeit vorzustellen.

Samstag, 29. Januar 2011, um 18.30 Uhr, Württembergischer Kunstverein (Eintritt frei)

Vorträge von Prof. Dr. Ernst Fischer, Eberhard Köstler und Prof. Dr. h.c. mult. Klaus G. Saur

Kabinettausstellung „Zeugnisse der Emigration“

28. bis 30. Januar 2011, im Rahmen und in den Räumen der 50. Stuttgarter Antiquariatsmesse

Ernst Fischer: Verleger, Buchhändler und Antiquare aus Deutschland und Österreich in der Emigration nach 1933. Ein biographisches Handbuch

Typographie und Gestaltung: Ralf de Jong. Herausgegeben vom Verband Deutscher Antiquare e.V. Mit einem Essay und ca. 20 historischen Fotografien. Ca. 464 Seiten. 18 x 24 cm. Leinenband mit Fadenheftung und zwei Lesebändchen. ISBN 978–3–9812223–2–6

Zu beziehen beim Verband Deutscher Antiquare e.V. (68 €, Messepreis 50 €).

• Pressemitteilungen 2011: PDF Download








Zitat der Woche

"I find television very educating. Every time somebody turns on the set, I go into the other room and read a book."

"Die Bildung, die das Fernsehen vermittelt, finde ich immens. Jedes Mal, wenn jemand den Fernseher einschaltet, verlasse ich den Raum und lese ein Buch."

Groucho Marx (1890 - 1977)

52. Stuttgarter Antiquariatsmesse

25. bis 27. Januar 2013

Württembergischer Kunstverein 

(Schlossplatz 2)

Freitag: 11 - 19.30 Uhr

Samstag und Sonntag: 11 - 18 Uhr